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Mosbacher Nachrichten vom Montag, 6. Februar 2017, Seite 8

Windkraft am Hebert: 

 

Antwort auf den Leserbrief aus Hüffenhardt

Ich begrüße Sie als Hüffenhardter Windenergiegegner hier in Eberbach. Leider habe ich Sie noch nie bei Besichtigungen gesehen. Deshalb wunderten mich auch einige der Aussagen in Ihrem Leserbrief nicht. Richtigstellen muss ich sie aber, da sonst falsche Nachrichten in Eberbach die Runde machen würden. Korrekt ist:

1.) Die Fundamente der neuen Windräder in Buchen und später mal auch auf dem Hebert stehen komplett oberirdisch und ohne Pfeiler o. ä. Fahren Sie gerne mal hin (50 km von Hüffenhardt) und lassen Sie sich die neuen Windräder dort im Wald von den vielen finanziell und ökologisch begeisterten Buchener Bürgern zeigen. Vom Fundament ist allerdings nur noch ein kleiner grüner Hügel zu sehen.

2.) Die Wirtschaftlichkeit hängt nicht alleine vom Wind ab, es gibt unzählige Faktoren. Aber eine Windmessung, die, wie Sie behaupten, 5,75 m/s in 140 m Höhe ergab, gab es bisher nicht auf dem Hebert. Und: In meinem Leserbrief stand, dass ein Windradbauer auf seine Kosten Messungen machen muss und will – und das, obwohl die neuen Windräder nebenan in Buchen absolut vergleichbar sind. Sie stehen dort in schlechterer Lage als der Hebert, sind aber trotzdem sehr wirtschaftlich und vor allem ökologisch.

3.) Machen Sie bitte mal einen Spaziergang auf dem Hebert. Sie werden dort, wo die Windräder hin sollen, sehen, dass der Vorteil vom Hebert ja gerade ist, dass Autostraßen dort oben direkt hin- und vorbeiführen und auch die Wege zum Windrad vor allem in der Breite geeignet sind. Das alles gilt nur speziell auf dem Hebert und spart somit auch nur dort viele Bäume und viel Geld.

4.) Wenn Sie jemals in einem Wald auf ein Windrad zugewandert wären, wüssten Sie, dass man es erst in kurzer Entfernung sieht und erst beim Lauschen hört. Jäger und Förster wissen das. Versuchen Sie es doch bitte erst mal selbst, bevor Sie mich beleidigen. Und: Die Windräder auf dem Hebert wird man von den allernähesten Häusern aus nicht sehen, weil dort Berghänge im Weg stehen.

Ich lade Sie gerne ein, sich vor Ihrem nächsten Leserbrief mal die wirklichen echten Gegebenheiten hier in Eberbach live anzusehen. Dann können wir gerne weiter diskutieren.