Leserbriefe

Windkraftenergie um jeden Preis ?

Sehr geehrter Herr Boxheimer, Windenergie um jeden Preis ist wohl auch nicht die Lösung. Richtig, an Nord- und Ostsee weht ein stetiger Wind und sorgt dafür, dass die Windparks Energie erzeugen. Das macht Sinn. Leider wird auch da die Vogel- Tierwelt dezimiert, das ist traurig. Mit ihrer Aussage „auch im Norden gibt es Vogelflug – und das zuhauf“ bringen sie zum Ausdruck was ihnen am Naturschutz liegt, nicht viel, schade. Wenn sie sich vielleicht einmal vorort in Hüffenhardt, im kleinen Odenwald, umgesehen hätten bzw. gründlicher recheriert hätten, dann wäre ihnen aufgefallen, dass die Gemeinde schon große Flächen, für die Energiegewinnung im Allgemeinen, abgegeben hat. Und vielleicht hätten sie dann für die Sorgen und Ängste der Bürger mehr Verständnis. Da ist das riesige Umspannwerk mit seinen Stromtrassen von Nord nach Süd. Was die Belastung für Mensch und Natur angeht, sind wir damit schon an der Schmerzgrenze. Der Wald, in dem sieben Windräder aufgestellt werden sollen, ist ein beliebtes Naherholungsgebiet. Dieser Wald ist mit seiner Natur und Tierwelt einzigartig. Das alles droht zerstört zu werden. Außerdem frage ich mich, ob der Wind in Hüffenhardt für die Energiegewinnung durch Windräder, ausreicht, nach meinem Gefühl eher nicht.

Wer hier nicht seiner Mitverantwortung für die Zukunft gerecht wird, sind doch wohl eher Leute die ihre Einstellung haben, Herr Boxheimer. Ihr Kommentar ist ein Hohn auf die besorgten Bürger unserer Gemeinde und den Nachbargemeinden, denen ein Stück Lebensqualität geraubt wird, sollte dieser Windpark realisiert werden. Aber was wissen schon die „rückständigen Bürger vom kleinen Odenwald“.Nur soviel: Wir sind zwar einfach aber kritisch und es wäre wünschenswert, wenn sie Herr Boxheimer dies auch wären.

Anita Kraßmann

Dieser Leserbrief wurde durch die Redaktion der Kraichgau Stimme am 13.07.2016 gekürzt im Lokalbereich veröffentlicht. 

Leserbrief zum Bericht “Kraichgauer Überraschungen an der See“von Peter Boxheimer/ Redaktionsleiter der Kraichgau Stimme. Erschienen am 09.07.2016

Verärgert, aber auch erschrocken, habe ich am 09.07.2016 den Bericht von Herrn Boxheimer in der Samstagsausgabe der Kraichgau Stimme gelesen.

Verärgert und erschrocken, wie unreflektiert und undifferenziert ein Redaktionsleiter in seinem Bericht einseitig und manipulativ seine Meinung zu einem sehr sensiblen Thema darstellt.

Aktuell werden lediglich noch 14% Strom aus der Atomenergie und bereits ca. 30 % aus so genannten Ökostromquellen gewonnen (Quelle: AG Energiebilanzen, 2015). Dennoch ist der CO2 Ausstoß in Deutschland angewachsen. Deshalb weiterhin nur stur und dogmatisch überall weitere Windräder aufzustellen ist viel zu kurz gedacht,

Andere Lösungswege für eine bessere Stromressourcenausschöpfung müssen daher umgesetzt werden. Bessere Einspeisungsmöglichkeiten, bessere Vernetzung (bundesweit, wie international), bessere Speichermöglichkeiten und vor allem auch Verringerung des Stromverbrauchs.

Unreflektiert meint Hr. Boxheimer gehe es den Windparkgegnern nur um Vögel. Aus seiner Sicht natürlich logisch nachvollziehbar, berichtet seine Zeitung doch oft und umfangreich vom „Vogelstreit“ im Hardthäuser Wald. Völlig außer Acht lässt er aber, dass es den Bürgerinitiativen, vor allem auch der in Hüffenhardt, um den Schutz der Arten, der Menschen und deren Lebensraum geht. Risiken für die Bevölkerung werden in der Berichterstattung einfach ignoriert.

Undifferenziert werden alle Vogelarten und alle Standorte für Windanlagen gleich beurteilt. Doch die Bürgerinitiativen kämpfen für den Erhalt besonders seltener, schützenswerter Arten, Lebensräume und Naturlandschaften, wie z. Bsp. alte Buchen-Eichen-Mischwälder und für die Sicherheit der Bevölkerung.

Das alles weiß Hr. Boxheimer auch, dennoch versucht er mit seinem Bericht zu manipulieren. Viele Hüffenhardter Bürger erinnern sich an seine Berichterstattung im Streit um das geplante Kinderhaus, auch der endete in einem Bürgerentscheid und vielen Hüffenhardtern war die Berichterstattung damals oft zu einseitig.

Völlig inakzeptabel ist der Vorwurf des „Sankt Florian Prinzips“ in Richtung der Bürgerinitiativen. Mitglieder und Unterstützer von Bürgerinitiativen sind nicht grundsätzlich Windkraftgegner.

Dieser Bericht hat mit neutraler Berichterstattung nichts zu tun und seine Empfehlung „ kleine Windparkgebiete“ machen auch Sinn, stimmt nur, wenn der Schutz der Arten, der Umwelt und der Menschen deutlich höheren Stellenwert erhält als bisher. Ansonsten sind sie nur ideologisch umgesetzt und damit fahrlässig.

B.Siegmann, Hüffenhardt

Dieser Leserbrief wurde durch die Redaktion der Kraichgau Stimme am 14.07.2016 gekürzt im Lokalbereich veröffentlicht.

 

 

 

Kraichgau Stimme, Lokales, Leserstimmen vom 07. Juni 2016

Es geht nur um die Sache

Die Bürgerinitiative, die einen Windpark bei Hüffenhardt ablehnt, schreibt zum Bericht, 3. Juni.

Die Bürgerinitiative Pro Lebensraum Großer Wald verfolgt mit den Werkzeugen der Demokratie das Ziel, den Bau der geplanten Windkraftanlagen zu verhindern. Zur Erreichung dieses Ziels hat sich die BI um einen sachlichen Umgang mit der Thematik Windkraft bemüht. Dazu gehört, andere Meinungen anzuhören und zu akzeptieren. Zu keiner Zeit hatte es einer der Angehörigen der BI dabei nötig, wissentlich mit falschen Fakten zu agieren.  Bei dem überwältigenden Zuspruch, der der BI entgegengebracht wird, kann nicht von einem tiefen Riss durch die Bevölkerung gesprochen werden. Vielmehr sind es einzelne, die scheinbar ein Problem damit haben, mehrheitliche Meinungen Andersdenkender zu akzeptieren. Der offene Brief von Bernd Siegmann war als Appell an diese Akteure gedacht, einen fairen gegenseitigen Umgang zu bewahren beziehungsweise zu einem solchen zurückzukehren. Wir rufen dazu auf, nach vorne zu schauen und künftig in der Sache – auch hart – zu diskutieren, aber das Gegenüber nicht zu verletzen. Persönliche Vorwürfe, die wie im Gemeinderat zu einer Eskalation führen, nützen allen Seiten nichts.

Armin Hagendorn und der Vorstand der BI, Hüffenhardt/Kälbertshausen

Kraichgaustimme, Lokales, Leserstimmen vom 07. Juni 2016

Es geht nur um die Sache

Die Bürgerinitiative, die einen Windpark bei Hüffenhardt ablehnt, schreibt zum Bericht, 3. Juni.

Die Bürgerinitiative Pro Lebensraum Großer Wald verfolgt mit den Werkzeugen der Demokratie das Ziel, den Bau der geplanten Windkraftanlagen zu verhindern. Zur Erreichung dieses Ziels hat sich die BI um einen sachlichen Umgang mit der Thematik Windkraft bemüht. Dazu gehört, andere Meinungen anzuhören und zu akzeptieren. Zu keiner Zeit hatte es einer der Angehörigen der BI dabei nötig, wissentlich mit falschen Fakten zu agieren.  Bei dem überwältigenden Zuspruch, der der BI entgegengebracht wird, kann nicht von einem tiefen Riss durch die Bevölkerung gesprochen werden. Vielmehr sind es einzelne, die scheinbar ein Problem damit haben, mehrheitliche Meinungen Andersdenkender zu akzeptieren. Der offene Brief von Bernd Siegmann war als Appell an diese Akteure gedacht, einen fairen gegenseitigen Umgang zu bewahren beziehungsweise zu einem solchen zurückzukehren. Wir rufen dazu auf, nach vorne zu schauen und künftig in der Sache – auch hart – zu diskutieren, aber das Gegenüber nicht zu verletzen. Persönliche Vorwürfe, die wie im Gemeinderat zu einer Eskalation führen, nützen allen Seiten nichts.

Armin Hagendorn und der Vorstand der BI, Hüffenhardt/Kälbertshausen

Leserbrief vom 06. Juni 2016

Mafiöses Spiel

Zum Thema „Windkraft im Wald von Hüffenhardt“ vom 13. Mai.

Es ist jedes Mal dasselbe mafiöse Spiel: Zuerst werden in Hinterzimmern

Vorverträge gekungelt und den Windkraft-Haien die gewünschten

Waldgrundstücke versprochen, dann geben sich die

Gemeinderäte vor ihren Bürgern als Unschuldslämmer, ihnen seien

bei der Dreingabe des Gemeindewaldes (nun) leider die Hände gebunden.

Alle(s) korrupt? So weiland die rhetorische Frage eines

„Stimme“-Redakteurs. Liegt irgendwas näher?

Götz Haußer, Jagsthausen