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Bürgerinitiative „Pro Lebensraum Großer Wald“ e. V.

Bürgerinformation Nr. 5 „Fragen, Antworten und Fakten!“

 

Wir hören immer wieder folgende Bedenken:

Wenn sich die Windkraftanlagen im „Großen Wald“ nicht rentieren, werden sie nicht gebaut.

Könnte man meinen! Aber: Die Firma Fortwengel verdient mit der Projektierung ihr Geld. Nur wenn die Windkraftanlagen nicht gebaut würden, entginge ihr der Gewinn aus der nicht erfolgten Projektierung. Dagegen ist ein Bau für sie trotz fehlender Rentabilität unschädlich, da sie nicht ihr eigenes Kapital investiert. Mithilfe der Hochglanzprospekte wird sich auf den internationalen und nationalen Finanzmärkten, gerade durch die Niedrigzinsphase noch verstärkt, problemlos das zum Bau benötigte Eigenkapital finden.
Fazit: Eine fehlende Rentabilität würde daher bei der Bauentscheidung keine Rolle spielen!

Es ist eh nicht mehr aufzuhalten, die bauen die Windräder ja sowieso!

Wir leben dankbarerweise in einer Demokratie, welche uns am 30.10.2016 die Durchführung eines Bürgerentscheids erlaubt. Auch wenn beginnend von unserem Landesvater über die Ministerien, Regierungspräsidien und Landratsämter die Ampeln auf Windkraft gestellt sind, haben wir als Gemeinde immer noch die kommunale Selbstverwaltung und den Gemeinderat als sein Entscheidungsorgan. Ausgehend von einer hohen Wahlbeteiligung und einem Votum gegen die punktuelle Änderung des Flächennutzungsplans am 30.10.2016 liegt es in der Hand und der Verantwortung unseres Gemeinderats den Willen ihrer Wähler zu würdigen und den Pachtvertrag mit Fortwengel zu kündigen und so den Bau der 7 Windkraftanlagen im „Großen Wald“ zu verhindern.

Aber wir müssen doch der Windkraft substanziell Raum verschaffen.

Eine schöne Worthülse und ein tolles Totschlagargument der Windkraftlobby. Wir wollen ja eigentlich nicht, aber wir sind brav und bauen halt die 7 Windkraftanlagen in unseren Gemeindewald. Am besten lässt sich dieser Unsinn an folgendem Beispiel deutlich machen:
Angenommen die Landesregierung beschließt, dass für Atomendlager substanziell Raum zu schaffen ist. Daraufhin sollen die Castorbehälter aus Obrigheim auf dem Gemeindegebiet von Hüffenhardt endgelagert werden. Dies wäre legitim, denn schließlich hatten wir ja auch jahrzehntelang Atomstrom bezogen. Würde das der Gemeinderat einfach so durchwinken?

Ich möchte keinen Atomstrom mehr und in meinem Wohnzimmer möchte ich nicht mit der Kerze sitzen.

Das möchten wir auch nicht! Wenn die 7 Windkraftanlagen im „Großen Wald nicht gebaut werden, wird deshalb in Deutschland kein Atomkraftwerk länger weiterlaufen müssen und die Lampen werden auch dann nicht erlöschen, wenn das letzte Atomkraftwerk in Deutschland vom Netz gehen wird. Wir haben in Deutschland genügend Strom! Der Strom kommt aus den grundlastfähigen Kraftwerken die im Parallelbetrieb zu den nicht grundlastfähigen Windkraftanlagen laufen müssen. Der Anteil aus Kernenergie betrug 2015 nur noch 14,2% und der Anteil der erneuerbaren Energieträger lag bei 29,0%, der Anteil der Windkraft betrug hiervon 12,3% aus 26.772 Windkraftanlagen.

Stimmt es, dass im Hardthäuser Wald ein Betretungsverbot im Bereich der Windkraftanlagen besteht?

Ja, das ist richtig! Durch die dauerhafte Waldumwandlung sind die Stellflächen der Windenergieanlagen nicht mehr Wald im Sinne des Waldgesetzes, sondern Windindustriegebiete und daher gibt es dort auch kein unbeschränktes Betretungsrecht mehr. Die jeweiligen Betreiber KGs haben durch die Anpachtung der Flächen das umfassende Nutzungsrecht an diesen Grundstücken. Daraus resultiert, die Pächter können bestimmen, wer das Grundstück betreten darf oder nicht.

So groß sind die Windräder ja gar nicht, die verschwinden doch hinter dem Wald!

Ansichtssache, aber sehen Sie selbst.

2016.09.23 Buergerinformation Nr.5 Bild Kaelb

Blick 300 m westlich vom Kälbertshäuser Friedhof

 

2016.09.23 Buergerinformation Nr.5 Bild Huef 

Blick vom Hüffenhardter Wasserturm

(Unter Verwendung der Lageübersicht und der jeweiligen Betrachter-Schnitte wurde Position, Höhe sowie Größe der WEA ermittelt und in die Fotographie, dem Bildmaßstab bestmöglich angepasst, übertragen. Die Fotomontage stellt eine näherungsweise Situation dar, die nicht absolut verbindlich ist.)

 

Als Bürgerinitiative wollen wir Sie, die von den Windkraftplänen unmittelbar betroffenen Bürgerinnen und Bürger von Hüffenhardt, Kälbertshausen und Hochhausen, so sachlich und so umfänglich wie möglich informieren. Diesen enormen zeitlichen, finanziellen und persönlichen Einsatz betreiben wir von der BI gerne für Sie. Geben Sie uns bitte dafür einen kleinen Teil Ihrer Zeit zurück, würdigen Sie unsere Arbeit durch Ihre Stimme und gehen Sie am 30.10.2016 zur Wahl oder nutzen im Vorfeld die Möglichkeit der Briefwahl.

 

Der BI-Vorstand:                 Armin Hagendorn, Bernd Siegmann, Petra Vornhagen, Thorsten Ruf, Horst Kühner, Lothar Sigmann, Tatjana Frey Hüffenhardt/Kälbertshausen

 

Fakt ist, nicht eine einzige Tonne CO2 kann durch das deutsche EEG und schon gar nicht durch die Entscheidung, Windräder auf Deutschlands Hügeln zu bauen, reduziert werden. Lesen Sie weiter auf unserer Homepage WWW.BI-PLGW.de: „Der Irrglaube, Deutschland ginge vorweg!“.

 

Haben Sie noch offene Fragen? So teilen Sie uns diese an unsere E-Mailadresse: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! mit.

 

Für den 30.10.2016 gilt: Stimmen Sie mit „JA“ wenn Sie dagegen sind!