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Letztes Werben vor Bürgerentscheid

Hüffenhardt  Die Hüffenhardter Wähler entscheiden am Sonntag über Voraussetzungen für einen Windpark. Sowohl Gegner als auch Befürworter des Projekts werben um Stimmen.

Von Simon Gajer

Bei der Abstimmung am Sonntag, die die Bürgerinitiative Pro Lebensraum Großer Wald initiiert hat, steht der eigentliche Windpark nicht zur Diskussion. Viel mehr wird gefragt, ob die 1700 Wahlberechtigten gegen weitere Schritte der Gemeinde sind, die für die sieben Windräder nötig wären. Die BI hofft auf eine Mehrheit an Ja-Stimmen, um ein Signal an den Gemeinderat zu setzen: Er soll den bereits abgeschlossenen Vertrag mit Fortwengel Windkraftplanung kündigen. Die Kommune gestattet dem Unternehmen, im gemeindeeigenen Wald den Windpark zu realisieren.

Die BI veröffentlichte eine Wahlaufruf, in dem es unter anderem heißt: „Mögliche Pachteinnahmen von zirka  65 Euro und mögliche Abwendungszahlungen von zirka 15 Euro pro Einwohner und Jahr stehen in keinem Verhältnis zu den massiven Auswirkungen und Belastungen durch die Windgiganten für uns und folgende Generationen.“

Auch Fortwengel Windkraftplanung wirbt und spricht davon, dass das Vorhaben in Hüffenhardt zu einem Leuchtturmprojekt werden könnte. „Die technischen Möglichkeiten Strom aus Windenergie zu speichern und somit Regelenergie zur Verfügung zu stellen sind vorhanden und verbessern sich kontinuierlich.“ Bei Fortwengel heißt es: „Auch Hüffenhardt könnte als Standort für eine Power-to –as-Lösung infrage kommen, da die Gas- und Wasserleitungen im Gebiet des Großen Waldes dafür eine gute Grundlage bilden und auch das Unternehmen Enercon schon Erfahrungen auf diesem Gebiet hat.“

Die Wahllokale öffnen am Sonntag von 8 bis 18 Uhr. Mit einem Ergebnis ist bis 18.30 Uhr zu rechnen. Es wird eine hohe Wahlbeteiligung erwartet.