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18. November 2016, 00:00 Uhr Update: 18. November 2016, 00:21 Uhr

Gemeinderat befasst sich hinter verschlossenen Türen mit dem Windpark-Bürgerentscheid

Zum ersten Mal nach dem Windpark-Bürgerentscheid kommt der Hüffenhardter Gemeinderat am Donnerstag, 24. November, ab 18.30 Uhr im Wohn- und Pflegezentrum zusammen. Die große Überraschung: Wie es mit dem bestehenden Vertrag weitergeht, den die Gemeinde mit Fortwengel Windkraftplanung abgeschlossen hat, steht nicht auf der Tagesordnung der öffentlichen Sitzung.

Kontraproduktiv. Auf Nachfrage unserer Zeitung sagte Bürgermeister Walter Neff, dass sich der Gemeinderat in nichtöffentlicher Sitzung mit dem weiteren Vorgehen befassen werde. Auch bei der Klausursitzung im Dezember werde es um das Thema gehen. "Alles öffentlich zu behandeln, wäre kontraproduktiv", sagte er. Der Ort hatte der Firma vertraglich zugesichert, im Wald zwischen den Ortsteilen einen Windpark realisieren zu können. Der Gemeinderat kann den Vertrag kündigen, allerdings kostet es den Ort mehrere Hunderttausend Euro. Es ist von 800 000 Euro die Rede.

Mit klarer Mehrheit hatten sich die Bürger Ende Oktober gegen weitere Schritte in Richtung des Windparks ausgesprochen. Initiiert hatte die Abstimmung die Bürgerinitiative Pro Lebensraum Großer Wald, die sich Anfang des Jahres gegründet hatte. Die Tagesordnung ist deshalb verblüffend, weil von Seiten der Windparkgegner kritisiert wurde, dass über den eigentlichen Vertrag in einer nichtöffentlichen Sitzung abgestimmt worden war.

Bekannt, dass Hüffenhardt für Windkraft infrage kommen könnte, musste jedoch bekannt gewesen sein. Seit dem Jahr 2012 hatte sich die Kommunalpolitik mehrmals damit befasst.
ing