Kraichgau Stimme, Lokales, Kommentar vom 29. Juli 2016

Endlich

Von Simon Gajer

Die Gemeinde Hüffenhardt ist für das Forum Energiedialog ein Paradebeispiel, wie Windkraft-Diskussionen aus dem Ruder laufen können. Außenstehenden fällt schwer zu erkennen, wer mit der Schlammschlacht angefangen hat. Die jüngste Sitzung zeigte aber einmal mehr, dass es in der Gemeinde keine neutrale Stelle mehr gibt, die einen sachlichen Dialog führen und zwischen den Fronten vermitteln kann. Auf die Verwaltung um Bürgermeister Walter Neff trifft zu, was Christoph Ewen vom Forum Energiedialog immer wieder merkt: Bürgermeister würden als Konfliktpartei wahrgenommen. Es hilft der Gemeinde Hüffenhardt nicht, wenn alle Seiten immer nur stur reagieren. Auch die BI sollte über ihren Schatten springen und das Forum Energiedialog als Plattform nutzen, für ihre Position zu werben. Sicher: Das Projekt wird vom Land bezahlt, aber zu behaupten, dass damit die Menschen auf Windkraftlinie gebracht werden sollen, schießt übers Ziel hinaus. Stuttgart bekennt sich zu seiner Verantwortung: Es war schließlich das Land, das mit seiner Gesetzgebung den Ausbau der erneuerbaren Energien vorantreiben will, aber von den hitzigen Diskussionen in den Kommunen bekommt es nur am Rande etwas mit. Daher ist es nur richtig, dass sich das Land um einen Vermittler kümmert und ihn bezahlt. Diese Chance müssen auch die Hüffenhardter ergreifen.