In Hüffenhardt

Pressemitteilung zur Gemeinderatssitzung am 01.06.2016 in Hüffenhardt.

Windkraft in Hüffenhardt

Die Bürgerinitiative „Pro Lebensraum Großer Wald“ verfolgt mit den Werkzeugen der Demokratie das Ziel, den Bau der geplanten Windkraftanlagen im „Großen Wald“ zu verhindern. Zur Erreichung dieses Ziels hat sich die BI seit ihrer Gründung am 04.03.2016 um einen sachlichen Umgang mit der Thematik Windkraft bemüht. Dazu gehört auch, andere Meinungen anzuhören und zu akzeptieren. In keinster Weise und zu keiner Zeit hatte es einer der Angehörigen der BI dabei nötig, wissentlich mit falschen Fakten zu agieren.

Bei dem überwältigenden Zuspruch der Bürgerschaft, welcher der Bürgerinitiative entgegengebracht wird, kann nicht von einem tiefen Riss, der durch die Bevölkerung geht, gesprochen werden. Vielmehr sind es Einzelne, die scheinbar ein Problem damit haben, nach dem demokratischen Prinzip, mehrheitliche Meinungen Andersdenkender zu akzeptieren. Hierbei werden leider alle möglichen Schubladen bedient. Der offene Brief von Herrn Siegmann war als Appell an diese Akteure gedacht, einen fairen und respektvollen gegenseitigen Umgang zu bewahren bzw. zu einem Solchen zurückzukehren. Er sollte zum Nachdenken über im Raum stehende Aussagen bzw. Vorwürfe - gegebenenfalls in einer Diskussion im Gemeinderat - anregen. Persönliche Angriffe waren damit nicht beabsichtigt. Und er sollte dazu beitragen, die Bürgerinnen und Bürger, die freiwillig auf einer unserer Listen unterschrieben haben, endlich als mündige, sich frei äußernde Mitglieder der Bürgerschaft ernst zu nehmen. Die Zahl von 980 Unterschiften auf der Unterschriftenliste bzw. 220 Unterschriften auf der Liste für das Bürgerbegehren sprechen für sich!

Wir rufen dazu auf nach vorne zu schauen und künftig in der Sache - auch hart - zu diskutieren, aber das Gegenüber nicht zu verletzen. Persönliche Vorwürfe, die wie auf der letzten Gemeinderatssitzung am 01.06.2016 zu einer Eskalation führen, nützen allen Seiten nichts.

Ein von allen geforderter Dialog beinhaltet aber auch ein Zugehen des Bürgermeisters auf seine Bürgerschaft. Diese wartet seit der Übergabe der Unterschriftenliste und des Bürgerbegehrens am 12.05.2016 an Bürgermeister und Gemeinderäte auf eine Erklärung des Bürgermeisters zum weiteren Vorgehen und Verfahrensablaufs hinsichtlich des Bürgerbegehrens/Bürgerentscheids.

Der Vorstand der BI

Pressemitteilung

der Bürgerinitiative “Pro Lebensraum Großer Wald” über die erste Mitgliederversammlung und die Durchführung eines Bürgerentscheids

Am 04.05.2016 hat sich die inzwischen auf 114 Mitglieder angewachsene Bürgerinitiative „Pro Lebensraum Großer Wald“ zu ihrer ersten Mitgliederversammlung getroffen. Nach der Begrüßung der zahlreich erschienenen Bürger durch den BI-Vorsitzenden Armin Hagendorn und einem Rückblick über die seit Gründung vor ca. 10 Wochen bisher sehr erfolgreich durchgeführten Aktionen erfolgte die Wahl der Vorstandschaft, die gegenüber dem bisherigen Stand vor allem aufgrund der großen Resonanz in der Bürgerschaft und dem daraus abgeleiteten größeren Aufgabenspektrum personell erweitert wurde. Anschließend wurde die Vereinsgründung beschlossen. Nach Eintragung im Vereinsregister und steuerlichen Anerkennung der Gemeinnützigkeit durch das Finanzamt können künftig für Spenden Spendenbescheinigungen ausgestellt werden, die der Spender in seiner Einkommensteuererklärung steuermindernd geltend machen kann.

Als eine der ersten Aktionen wurde bei der am 11.3.2016 in Kälbertshausen abgehaltenen BI-Informationsveranstaltung eine Unterschriftensammlung beschlossen, die sich gegen den Bau eines aus sieben 212 m hohen Windindustrieanlagen bestehenden Windparks richtet, der nach den Plänen der Gemeindeverwaltung inmitten des der Bevölkerung als Erholungswald dienenden Großen Walds an natursensibler, raumbedeutsamer und dazu noch an einer relativ windarmen Stelle errichtet werden soll. Nach Ansicht der BI, der sich mittlerweile ein Großteil der Bürgerschaft angeschlossen hat, würde der Große Wald durch Umwandlung in ein Windkraft-industrielles Gewerbegebiet seine Funktionen als Erholungswald für die Bürger und als Habitat / Rückzugsgebiet vieler, zumeist seltener Arten dauerhaft verlieren.

Nach nur zwei Monaten und einer überwältigenden Resonanz in der Bevölkerung gegen die aus Sicht vieler Bürger unverantwortlichen Windkraft-Pläne liegen als Zwischenstand bisher 980 Unterschriften von Bürgerinnen und Bürgern vor. Diese teilen sich auf in 819 Unterschriften aus Hüffenhardt / Kälbertshausen, 130 Unterschriften aus Hochhausen, Neckarmühlbach und Haßmersheim sowie 31 Unterschriften aus den umliegenden Gemeinden.

Die bisher vorliegenden Unterschriften werden Bürgermeister Neff und den anwesenden Gemeinderäten bei einem eigens dazu anberaumten Termin am 12.5.2016 (19.00 Uhr) im Rathaus von Hüffenhardt übergeben, bei dem sicherlich auch viel Bürger anwesend sein werden.

Um den Bau der 7 Windkraftanlagen im „Großen Wald“ zu verhindern ist es nötig, die punktuelle Änderung des Flächennutzungsplans abzuwenden. Um dies zu erreichen und aufgrund der starken Ablehnung in der Bürgerschaft sowie wegen des künftig weiterhin zunehmenden Protest-Potentials sieht die Bürgerinitiative große Chancen, den Bau des Windparks durch ein Bürgerbegehren abzuwenden. Daher soll ein Bürgerentscheid herbeigeführt werden. Hierzu wurden für ein initiiertes Bürgerbegehren innerhalb weniger Tage 220 Unterschriften gesammelt, wodurch der notwendige Stimmenanteil von 7% der Wahlberechtigten Bürgerinnen und Bürger über 16 Jahren deutlich übertroffen wurde.

Durch die zeitnahe Beantwortung der an die Gemeindeverwaltung gestellten Fragen zur Erstellung des Bürgerbegehrens und aufgrund des raschen Erreichens der dafür notwendigen Unterschriften, ist es möglich, dass Vertreter der Bürgerinitiative zeitgleich mit der Unterschriftenaktion auch den Antrag auf einen Bürgerentscheid übergeben können.

Die Bürgerinitiative steht auch weiterhin den kommunalen Entscheidungsträgern für einen sachlichen Dialog offen gegenüber. Sie fordert aber, das deutliche Votum der Bürgerschaft, welches durch die 980 Stimmen der Unterschriftenaktion und der 220 Stimmen des Bürgerbegehrens zum Ausdruck kommt, dem demokratischen Prinzip entsprechend zu berücksichtigen und auf weitere Beschlussfassungen im Gemeinderat zu verzichten, bis der tatsächliche Bürgerwille in einem Bürgerentscheid festgestellt wird.

Wir wollen “Demokratie leben“ und akzeptieren das Prinzip des „Gehört-Werdens“. Dies fordern wir ebenso von den gewählten Vertretern der Gemeinde Hüffenhardt / Kälbertshausen.

Der Vorstand der Bürgerinitiative „Pro Lebensraum Großer Wald“

Berichtüber die Teilnahme der Bürgerinitiative

„Pro Lebensraum Großer Wald“, Hüffenhardt an der Besichtigung des Windkraft-Standorts Buchen-Hettingen

Bürgerinitiative sieht sich in ihren Befürchtungen bestätigt

Auf Einladung von Bürgermeister Neff und des Gemeinderats haben 16 BI-Mitglieder an einer von der Gemeindeverwaltung ausgerichteten Exkursion zu einem auf Gemarkung von Buchen errichteten Windpark teilgenommen. Einschließlich einiger Gemeinderäte und weiterer Bürger aus Hüffenhardt wareninsgesamt ca. 40 Personen anwesend, unter ihnen auch Frau Ludewig (Projektleiterin bei Windkraft-Initiator Fortwengel). Der Windpark wurde an einem Wald-Standort gebaut und besteht aus 5 jeweils ca. 200 m hohen Windindustrieanlagen, die seit dem Jahr 2013 am Netz sind. Über Details vor Ort berichteten Herr Brunner(Mitgesellschafter) sowie Herr Leitz (Jagdpächter), in dessen Revier die WKA-Standorte platziert sind. Vor dem Hintergrund der auf eigener Gemarkung im „Großen Wald“ vom Bürgermeister forcierten Windkraft-Planungen und einer nach Meinung vieler Bürger nach wie vor lückenhaften und daher äußerst unbefriedigenden Informationslagewar es das Ziel der an der Exkursion teilnehmenden Bürger, „aus erster Hand“ weitere Informationen über einen bereits in Betrieb befindlichen Windpark zu erhalten.

Der Jagdpächter berichtete relativ offen über die infolge von Bau und Betrieb aus Sicht der Jäger entstandenen Nachteile. Obwohl er ein Windkraftbefürworter sei, vertrete er die Auffassung, dass diese Anlagen nicht in den Wald, sondern auf „ein freies Feld“ gehörten. Ihm zufolge würden Wald-Standorte auf Druck der Standort-Kommunen vor allem deshalb gewählt, weil Eigentümer des Walds in den allermeisten Fällen die Kommune oder das Land sei und aus der Verpachtung des Grund und Bodens Pachteinnahmen zugunsten der Kommune erzielbar seien. Den Angaben zufolge erzeugen die Anlagen am Maschinengehäuse eine Lautstärke von bis zu 103 dB(A). Diese weit hörbare und überall im 200 ha großen Revier wahrnehmbare Lärm-Immission trage so weit, dass er diese auf einem über 1km weit entfernten Ansitz noch als deutliches permanentes Hintergrundrauschen höre. Im Gegensatz bspw. zu einem vorbei fahrenden Auto verursachen die Anlagen ein Dauergeräusch, wenn Wind weht. Vogelsang und ziehendes Wild sei somit nicht mehr wahrnehmbar. Während ein Ansitz vor dem Bau der Windkraftanlagen in der Regel ca. 3h gedauert habe, treiben ihn nun eine „innere Unruhe“ und ein „undefinierbares Unwohlsein“ oft bereits nach 1h nach Hause. Anderen Jägern gehe es genauso. Früher sei die Jagd ein „Naturerlebnis“ gewesen, dies sei jetzt vorbei. In den Abendstunden und nachts habe man den Eindruck, dass man auf eine beleuchtete Raffinerie schaue. Sein Fazit: "Wenn ich die Windräder nicht hätte, wäre es mir auch recht, dafür würde ich auch auf eine Verminderung der Jagdpacht verzichten."

Über weitere Details berichtete Mitgesellschafter Brunner. Hinsichtlich der dort zur Wohnbevölkerung bestehenden Entfernung von ca. 2,2 - 2,8 km meinte er: „Je weiter weg, desto besser.“Die seinen Angaben nach bisher vorhandene Wirtschaftlichkeit begründete er mit der „optimalen Lage“, der dadurch bedingten guten Windhöffigkeit und insbesondere damit, dass der Standort 450 m „über NN“ liege. In der Windkraft-Branche gilt als Faustregel, dass Windkraftanlagen umso wirtschaftlicher sind, je höher die Anlagen sind und je höher der Standort liegt, weil damit das in höheren Sphären - wenn der Wind weht - abgreifbare Windvolumen in größerem Umfang vorhanden sei. Im Vergleich zu Buchen liegt der geplante Standort in Hüffenhardt bei lediglich 280 m - 320 m.

Der vom Netzbetreiber in Hettingen vorgegebene Einspeisepunkt erfordert im Vergleich zu Hüffenhardt eine deutlich kleinere Umspannstadion, da nur in eine 20 KV-Leitung eingespeist wird; in Hüffenhardt dagegen wäre eine deutlich größere, kostenhöhereund neu zu bauende Umspannstation nötig, weil in eine 110 KV-Leitung eingespeist werden müsste.

Auf Nachfrage konnten keine Angaben zur Höhe der Rückbaukosten und der dafür im Jahresabschlussfür Rückbauverpflichtungen gebildeten Rückstellungen gegeben werden. Die Rückbaukosten bei vergleichbaren Anlagen und ähnlichen Standorten in Baden-Württemberg betragen ca. 170 000 € je Anlage, unter Berücksichtigung der jährlichen durchschnittlichen Kostensteigerung summieren sich diese nach einer 20 - 25 Jahren laufenden Nutzungsdauer auf ca. 350 000 € je Anlage. Angaben zu den in den abgelaufenen Geschäftsjahren 2013 – 2015 erzielten Jahresergebnissen konnten ebenfalls nicht erteilt werden.

Der Projektbeteiligte begründete die Akzeptanz der anliegenden Bewohner mit der frühen Information und dem hohen Abstand zur Wohnbebauung. Seiner Meinung nach sind die im BW-Windkrafterlass enthaltenen Mindest-Entfernungen viel zu gering. Risiken bzgl. Rotmilan-Vogelschlag und Fledermaus-Vorkommen haben im Genehmigungsverfahren aufgrund nur geringer Population keine Rolle gespielt, im Gegensatz zu Hüffenhardt, wo der Gutachter jeweils eine sehr große Population aus insgesamt 46 Vogel- und 11 Fledermausarten zuzüglich Habitaten von Greifen wie Rotmilan, Wespenbussard etc. und daher ein hohes relativ Konflikt-Potential nachgewiesen hat, von denen nicht wenige auch unter besonderem Schutz stehende seltene Arten betreffen.

Die Bürgerinitiative hat die in Buchen-Hettingen erhaltenen Informationen eingehend analysiert. Sie sieht sich durch die dort erhaltenen Informationen bezüglich ihrer von Anfang an gegen Windkraft-Planungen im Großen Wald geltend gemachten Bedenken in vollem Umfang bestätigt und kündigt weiteren harten Widerstand gegen die Umsetzung der Windkraft-Pläne an. Die BI begrüßt die längst überfällige Exkursion und bedankt sich bei Bürgermeister und Gemeinderat von Hüffenhardt für die Einladung zur Teilnahme an der Exkursion, die neue wesentliche Informationen gebracht hat.

Armin Hagendorn, Hüffenhardt

(Mitglied der BI-Lenkungsgruppe und Sprecher der BI „Pro Lebensraum Großer Wald“)

Pressemitteilung

BI „Pro Lebensraum Großer Wald“ nimmt auf Einladung von Bürgermeister Neff an

Bus-Ausfahrt nach Buchen teil und veranstaltet ebenfalls eine Exkursion an einen Windkraft-Standort

Aufgrund einer kurzfristig zugegangenen Einladung von Bürgermeister Neff hat die BI-Lenkungsgruppe beschlossen, an der von der Gemeindeverwaltung Hüffenhardt veranstalteten Bus-Ausfahrt nach Buchen teilzunehmen, die am kommenden Samstag, den 23.4.2016 stattfinden soll. Vor dem Hintergrund der im Großen Wald in Hüffenhardt von der Gemeindeverwaltung geplanten Windindustrieanlagen und - im Falle der Umsetzung - im Hinblick ihrer Auswirkung auf die Zukunftsfähigkeit von Hüffenhardt / Kälbertshausen und Umgebung sieht es die BI-Lenkungsgruppe als unabdingbare Voraussetzung an, neben der Fertigstellung, Vorlage und Offenlegung der einschlägigen Gutachten derartige Informationsfahrten unter Beteiligung des Gemeinderats und der Bürgerschaft durchzuführen, bevor es zu weiteren Beratungen in einer öffentlichen Gemeinderats-Sitzung kommt. Aus diesem Grund und um die Problematik von allen Seiten zu beleuchten, hat die BI-Lenkungsgruppe ebenfalls eine Bus-Exkursion geplant, die innerhalb der nächsten 4 Wochen auch an einem Samstag durchgeführt werden soll. Bei dieser Exkursion soll der Kontakt mit den betroffenen und im Umfeld der Windindustrieanlagen lebenden Bürger im Mittelpunkt stehen, um aus „erster Hand“ die Auswirkungen des Windkraft-Betriebs im Wirkungskreis des Windparks zu erfahren, der erfahrungsgemäß einen Radius von ca. 5 km umfasst. Zu dieser Bus-Ausfahrt werden Bürgermeister, Gemeinderat und Bürgerschaft ebenfalls eingeladen. Sobald alle Details feststehen, erfolgt die Bekanntgabe im Amtsblatt.

Armin Hagendorn, Bernd Siegmann, Thorsten Ruf, Horst Kühner, Lothar Sigmann

BI-Lenkungsgruppe

Hüffenhardt/Kälbertshausen

Pressemitteilung zum ersten Informationsabend der Bürgerinitiative

„Pro Lebensraum Großer Wald“ Hüffenhardt, Kälbertshausen und Umgebung am 11.03.2016.

 

Gegen den Bau von Windkraftanlagen in Hüffenhardt

 

Volles Haus beim ersten Infoabend der Bürgerinitiative gegen Windkraft

 

NOK-Landtagskandidaten Dr. Jens Brandenburg (FDP) und Simone Heitz (Grüne) sprechen sich gegen Windkraft im Großen Wald aus

Die Bürgerinitiative „Pro Lebensraum Großer Wald“ hat am 11.03.2016 besorgte Bürgerinnen und Bürger aus Hüffenhardt, Kälbertshausen und Umgebung zum ersten Informationsabend in das Bürgerhaus in Kälbertshausen eingeladen.

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