In Hüffenhardt

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Bürgerinitiative „Pro Lebensraum Großer Wald“ e. V.

Bürgerinformation Nr. 6 „Entscheidungshilfe“

 

Von Pest, Cholera oder den Folgen des Pachtvertrags:

Für die Einen ist es ganz klar, ohne Wenn und Aber: Die Dinger gehören nicht in den „Großen Wald“!
Für die Anderen läuft noch die innere Abwägung: Ich will die Dinger nicht im „Großen Wald“, aber ich will auch keine 6-stellige Regresszahlung. Wie soll ich mich entscheiden?

Entscheidungshilfe:

Es ist zu erwarten, der Buschfunk trommelt schon, dass BM Neff demnächst die ganz große Keule zur Verunsicherung der Bürgerschaft auspacken wird, nämlich die Ankündigung einer möglichst hohen Regresszahlung und der Schwarzmalerei, dass auf absehbare Zeit in der Gemeinde finanziell nichts mehr läuft. Als erstes Signal kann hier die kurzfristige und unverständliche Absage bzw. Verschiebung der jährlichen Klausurtagung des Gemeinderats zur Haushaltsplanaufstellung durch BM Neff gesehen werden.

Wie schlimm wäre eine Regresszahlung für die Gemeinde eigentlich?

Am Besten lässt sich diese Frage mit einer Verhältniszahl klären. Gehen wir, nur zur Annahme, von einer hohen Regresszahlung von 800.000 Euro aus.
Wohlgemerkt, eine mögliche Regresszahlung lässt sich erst nach der Kündigung des Pachtvertrags und nach den sich dann anschließenden Verhandlungen beziffern. Dieser Zeitpunkt liegt weit hinter dem 30.10.2016. Eine vorherige genaue Benennung wäre unmöglich und unseriös!

Zurück zur Verhältniszahl:

Der Pachtvertrag sieht eine Nutzungsdauer für die Windkraftanlagen von 20 Jahren und einer optionalen Verlängerung von zwei mal 5 Jahren vor. Gehen wir bei der weiteren Betrachtung von einer Nutzungsdauer von 20 Jahren aus und von einer angenommenen Regresszahlung in Höhe von 800.000 Euro. Wechseln wir die Sichtweise und sprechen nicht mehr von einer Regresszahlung, sondern von einer „Abwendungszahlung“. Mit einer Abwendungszahlung in Höhe von angenommenen 800.000 Euro, könnten wir uns für die nächsten 20 Jahre und darüber hinaus die 7 Windkraftanlagen im „Großen Wald“ ersparen. Dies wären jährlich 40.000 Euro und pro Einwohner weniger als 20 Euro im Jahr!
Fazit: Müssen Sie bei einer Abwendungszahlung von weniger als 20 Euro pro Jahr und Einwohner und der derzeitigen Niedrigzinsphase noch überlegen, ob Sie sich lieber an 7 Windkraftanlagen im „Großen Wald“ gewöhnen möchten?
Sicher ist: Unsere Gemeinde würde davon nicht pleitegehen!

Ein Blick zurück:

Zeitzeugen erzählen von einer Zeit vor der Umspannstation in Hüffenhardt und vor dem „Großen Mastenwald“ auf der Gemarkung. Sie erzählen von den früheren Versprechungen der damaligen Entscheidungsträger. Mit dem Versprechen von billigem Strom für die Anwohner wurden Bedenken aus der Bürgerschaft beschwichtigt. Was gekommen ist, ist bekannt.
Die Frage ist: Was wären wir heute bereit zu zahlen, wenn diese Belastung auf ein verträgliches Maß zurückgeführt werden könnte!

An der Umspannstation und dem „Großen Mastenwald“ können wir nicht mehr viel ändern. Aber wir haben am 30.10.2016 die große Chance etwas dafür zu tun, dass sich die Geschichte nicht wiederholt. Wir brauchen keine weitere Belastung durch 7 Windkraftanlagen im „Großen Wald“. Gehen Sie zur Wahl oder machen Sie von der Briefwahl Gebrauch!

 

Für den 30.10.2016 gilt: Stimmen Sie mit „JA“ wenn Sie dagegen sind!

 

ALLER GUTEN DINGE SIND IN DIESEM FALL NICHT DREI !!!

 2016.09.30 Buergerinfo 6 Umspannwerk Hue

UMSPANNSTATION HÜFFENHARDT

2016.09.30 Buergerinfo 6 Strommasten Hue

GROßER MASTENWALD

2016.09.30 Buergerinfo 6 GrosserWald Hue

GROßER WALD

 

Der BI-Vorstand:                 Armin Hagendorn, Bernd Siegmann, Petra Vornhagen, Thorsten Ruf, Horst Kühner, Lothar Sigmann, Tatjana Frey Hüffenhardt/Kälbertshausen

Haben Sie noch offene Fragen? So teilen Sie uns diese an unsere E-Mailadresse: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! mit. 

 

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Wir leben gerne in Hüffenhardt und Kälbertshausen. Wir sind hier aufgewachsen oder haben uns bewusst dazu entschieden hier zu leben. Andere Wohnorte haben viele Annehmlichkeiten, auf die wir hier verzichten müssen. Dafür haben wir etwas, was dieses Defizit aufwiegt und uns dazu bringt, an diesem Ort zu bleiben oder hierher zu kommen: Nämlich Natur und Stille in einem intakten Lebensraum. Wir erinnern uns an schöne Nächte auf Balkon oder Terrasse in einer erholsamen Ruhe, auf vorbeifliegende Fledermäuse bei ihren nächtlichen Streifzügen, auf die Vielzahl der anmutig im Wind treibenden Greifvögel. Auch an viele Waldspaziergänge und schöne unverbaute Fernblicke (abgesehen vom „Großen Mastenwald“), eben intakte Natur. Die Windkraftpläne im „Großen Wald“ würden dieses Lebensgefühl nachhaltig zerstören!

Die Einordnung der Windkraftplanungen im „Großen Wald“ in die komplexen überregionalen Thematiken wie zum Beispiel die Energiewende, die Energiepolitik, dem Südlink, die CO2-Bilanz, die Klimaveränderungen und das Weltklima kann an dieser Stelle nicht erfolgen. Hier soll auf die regionalen Auswirkungen der 7 Windkraftanlagen im „Großen Wald“ eingegangen werden, die uns direkt berühren!

Warum wurde die Bürgerinitiative erst im Februar 2016 aktiv?
Nach der Veröffentlichung der Tagesordnung der Gemeinderatssitzung vom 24.02.2016 haben die Gründer der Bürgerinitiative die Brisanz der Tagesordnung erkannt und sich spontan zu einer losen Interessengemeinschaft zusammengefunden, aus der sich dann bereits am 04.03.2016 die Bürgerinitiative „Pro Lebensraum Großer Wald“ gegründet hat.

Die zum Dezember 2015 geänderte Gesetzeslage hat uns erstmals demokratische Mittel zur Verfügung gestellt, mit deren Hilfe die Durchführung des Bürgerentscheids am 30.10.2016 ermöglicht wird.

Warum ist die Bürgerinitiative „Pro Lebensraum Großer Wald“ e.V. gegen den Bau der 7 Windkraftanlagen im „Großen Wald“?
Wir sind nicht grundsätzlich gegen die Windkraft. Wir halten die Errichtung von 7 Windkraftanlagen - aufgrund ihrer Größe und deren massiven Auswirkungen auf uns Menschen, sowie der Tier- und Pflanzenwelt - für einen solch  gewaltigen und nachhaltigen Eingriff in den täglichen Lebensraum  der Bürger von Hüffenhardt und Kälbertshausen, dass es einer sorgfältigen Risikoabwägung bedarf.
Ja, wir wollen die Windkraftanlagen nicht nur nicht vor unserer eigenen Haustür, Windkraftanlagen haben vor niemanden Haustür etwas verloren!

Es gibt in Baden-Württemberg zahlreiche geeignete Standorte für Windkraftanlagen. Diese gilt es zu suchen und zu nutzen. Die Anzahl der potenziellen Windkraftstandorte kann sich nur aus der Abarbeitung einer Kriterienliste ergeben und nicht aus ideologischen, willkürlich gezogenen Mengenvorgaben, denen alles andere unterzuordnen ist.

Diese Arbeit der Standortsuche nach definierten Kriterien liegt bisher beim Regionalverband Rhein-Neckar. Dort wird von Spezialisten in einem öffentlichen und transparenten Verfahren unter der Beteiligung aller in der Region Betroffenen und unter Beachtung der Interessen und Vorgaben des Landes und der Kommunen ein Regionalplan erstellt.

Der derzeitig gültige Regionalplan als auch der Planentwurf des aktuell in Aufstellung befindlichen neuen Regionalplans sah bisher und sieht auch künftig für den Bereich der Verwaltungsgemeinschaft Haßmersheim-Hüffenhardt keine Gebiete für Windenergieanlagen vor.

Dass die Regionalpläne für die Verwaltungsgemeinschaft Haßmersheim-Hüffenhardt keine Gebiete für die Windkraftnutzung ausweisen, hat einen guten Grund:

Es fehlt der Wind!

Für den Beginn eines wirtschaftlichen Betriebs einer Windkraftanlage wird von Windkraftbetreibern eine durchschnittliche Windstärke von 6 m/s in 140 m Höhe genannt.

An den 8 Standorten im „Großen Wald“ wurden laut Aussage der Firma Fortwengel eine Windstärke von 5,4 - 5,8 m/s auf 149 m Höhe gemessen. Dies bedeutet, dass auf 140 m Höhe die Windstärke nur noch bei ca. 5,3 – 5,7 m/s liegt.

Die für den Beginn eines wirtschaftlichen Betriebs notwendige Windstärke wird im „Großen Wald“ somit um 0,3 - 0,7 m/s unterschritten.

Die projektierte Windkraftanlage Vestas V126-3.3 erreicht bei einer Windgeschwindigkeit von 12 m/s ihre installierte Leistung also die volle Leistung von 3.300 kW.

Weshalb ein windreicher Standort für die Wirtschaftlichkeit so wichtig ist, wird bei der weiteren Betrachtung der tatsächlichen Leistung der Windkraftanlage deutlich:

Bei einer Halbierung der Windstärke von 12 m/s auf 6 m/s reduziert sich die Leistung bereits deutlich von 3.300 kW auf 710 kW, dies entspricht einer Reduktion um 78,5% auf nur noch 21,5% der installierten Leistung.
Bei 5,7 m/s sind dies noch 610 kW oder 18,5% und bei 5,3 m/s bleiben nur noch 480 kW oder 14,5% der installierten Leistung.

Eine vermeintliche geringe Unterschreitung der Wirtschaftlichkeitsgrenze um 0,3 m/s bzw. 0,7 m/s, führt zu einer weiteren Ertragseinbuße von 3% bzw. 7%.

Fazit: Aufgrund der dargestellten maximalen Leistung der Windkraftanlagen unterhalb der Rentabilitätsgrenze, halten wir am Standort „Großer Wald“ einen wirtschaftlichen Betrieb für nicht möglich.

Neben den genannten wirtschaftlichen Gründen sprechen auch die folgenden Gründe gegen einen Bau der geplanten 7 Windkraftanlagen: 

Standort
Die Windkraftanlagen stehen mit ihrer Höhe von 212 m zu nahe an der Wohnbebauung. Die Bayrische 10H-Regelung mit einem Abstand von 2.120 m geht hier in die richtige Richtung.

Windkraftanlagen gehören nicht in den Wald! Befürchtungen, dass dann 2-3 Windkraftanlagen auf die Wiese gebaut werden, wenn die 7 Windkraftanlagen im „Großen Wald“ nicht gebaut werden sind unbegründet (z.B. Abstandsflächen zur Wohnbebauung, Strommasten, Straßen etc.).

Immobilienwertverlust
Nachfolgend nur vier Beispiele für Fälle, die den Immobilienmarkt betreffen:

  • Wenn Bürger von Hüffenhardt und Kälbertshausen in ein Seniorenheim umziehen, wird oftmals zur Finanzierung das zuvor bewohnte Eigentum (Altersvorsorge) vermietet oder verkauft.
  • Im selbst gebauten Haus wird eine Wohnung zur Finanzierung des Eigenheims vermietet.
  • Die eigenen Kinder wollen eine Familie gründen und im Ort bauen.
  • Der neue Arbeitsplatz liegt in unserer Region, es wird eine Mietwohnung oder ein Bauplatz im ländlichen Umfeld gesucht.

Mit den Windkraftanlagen (WKA) vor unserem Ortseingang wird jeder potenzielle Interessent abgeschreckt und an anderer Stelle weitersuchen. Dies wird zu einer Reduktion der Nachfrage auf dem Wohnungs- und Immobilienmarkt führen. Eine verringerte Nachfrage führt zu sinkenden Miet- und Immobilienpreisen. In direkter Lage zu den WKA kann dies zu längerem Leerstand oder gar zur Unverkäuflichkeit führen.

Gesundheitsrisiken, Lärmbelästigung, Lichtbelastung und Schlagschatten
Von WKA gehen zweifelsfrei Gesundheitsrisiken wie zum Beispiel Lärm durch tieffrequenten Schall und Infraschall aus.

Je höher eine WKA, desto weiter wird der tieffrequente Lärm getragen und desto mehr Infraschall entsteht (bei Nacht sind Außenschallpegel bis 45 dBA für Außenbereiche, Dorf- und Mischgebiete erlaubt, das entspricht der Lautstärke eines normalen Gesprächs), desto weiter sind die Signallichter bei Nacht sichtbar und bei Sonneneinstrahlung werfen die drehenden Rotorblätter den Schlagschatten weit in die Gemeinden hinein.

Richtlinien und Abstandsregelungen die aus Zeiten stammen als die WKA noch 70-80 m hoch waren, sind bei den heutigen Anlagenhöhen von über 200 m nicht mehr zeitgemäß. Wir sollten aus der Erfahrung lernen und mögliche Risiken ernst nehmen und den Bürgern in allen Belangen den bestmöglichen Schutz gewährleisten! Experten schätzen den Anteil sensibler Personen in der Bevölkerung auf 20-30 % (vor allem Kinder und älteren Menschen). Eine Gewöhnung an die Belastungen ist für diesen Personenkreis nicht möglich.

Erholungsfunktion, Natur- und Artenschutz
Durch den Bau eines aus sieben 212 m hohen Windindustrieanlagen bestehenden Windparks an raumbedeutsamer, landschaftssensibler und ökologisch wertvoller Stelle und den damit verbundenen Eingriffen in Landschaft und Natur, würde der „Große Wald“ seine bisherigen Funktionen als Erholungswald für die Bevölkerung und als Habitat/Rückzugs- und Brutgebiet für viele, darunter seltene und auch auf allen Schutzlisten stehenden Arten weitgehend verlieren.

Sehr geehrte Bürgerinnen und Bürger aus Hüffenhardt und Kälbertshausen,
als besorgte Bürgerinnen und Bürger haben wir uns zur Bürgerinitiative „Pro Lebensraum Großer Wald“ e.V.  zusammengeschlossen, um der Bürgerschaft die gegen den Bau der 7 Windkraftanlagen im „Großen Wald“ ist, eine Stimme zu geben.
Wir möchten den Bau von Windkraftanlagen auf der Gemarkung Hüffenhardt und Kälbertshausen verhindern und damit den „Großen Wald" als Naherholungsgebiet für uns Menschen und als Lebensraum für Tier- und Pflanzenwelt erhalten.

Auf diesem Weg haben wir mit der Erklärung der Zulässigkeit des Bürgerbegehrens bereits einen wichtigen Meilenstein erreicht.

Lassen Sie uns einen weiteren Meilenstein hinzufügen und gehen Sie am Sonntag, 30.10.2016 zur Wahl oder nutzen Sie die Möglichkeit der Briefwahl und geben Sie unserem „Großen Wald“ Ihre Stimme.

Jetzt kommt es auf Sie an!

In der Gemeinderatssitzung am 29.09.2016 hat sich bei den Gemeinderäten die eine Stellungnahme abgegeben haben eine Mehrheit dafür ausgesprochen, das Wählervotum anzunehmen und bei einer Mehrheit von JA-Stimmen die Windkraftpläne nicht mehr weiter zu verfolgen. Daher brauchen wir eine hohe Wahlbeteiligung und viele JA-Stimmen um dem Gemeinderat das Signal zur Kündigung des Pachtvertrags zu geben.

Bitte beantworten Sie am 30.10.2016 die Frage:

"Sind Sie gegen die Einleitung einer punktuellen Änderung des Flächennutzungsplans im Gebiet "Großer Wald", welche die Errichtung von Windkraftanlagen dort ermöglichen soll?"

mit „JA“.

Für den 30.10.2016 gilt:

Stimmen Sie mit „JA“ wenn Sie dagegen sind!

Wir bedanken uns bei der Bürgerschaft für den großen Rückhalt, den wir bei unserer Informationsarbeit erfahren durften.

Der BI-Vorstand:
Armin Hagendorn, Bernd Siegmann, Petra Vornhagen, Thorsten Ruf, Horst Kühner, Lothar Sigmann, Tatjana Frey

Veröffentlicht im Amtsblatt Hüffenhardt, 07.10.2016

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Bürgerinitiative „Pro Lebensraum Großer Wald“ e. V.

Bürgerinformation Nr. 7 „Der Pachtvertrag Teil 2“

 

Bürgerentscheid weiterhin zwingend notwendig!!!

Pachtvertrag nicht rechtswirksam gekündigt!!!

Die Schlagzeilen überschlagen sich und führen hinsichtlich der Kündigung des Pachtvertrags zur Verunsicherung der Bürgerschaft. Es herrscht Rätselraten: Ist der Pachtvertrag jetzt gekündigt oder nicht, muss ich noch zur Wahl oder nicht?

Für den eiligen Leser die Antwort vorweg:

  1. Der Pachtvertrag ist NICHT rechtskräftig GEKÜNDIGT!
  2. Nur mit Ihrer JA-Stimme am 30.10.2016 können wir die Kündigung des Pachtvertrags erreichen!

Die ausführlichere Antwort:
Die Berichterstattung in der Presse hat zu einer unnötigen Verunsicherung der Bürgerschaft geführt. Es entstand der Eindruck, dass der Pachtvertrag bereits gekündigt sei und es nun nicht mehr auf den Bürgerentscheid ankommt!

Dieser Gedanke ist falsch!!!

Eine sachliche Information durch BM Neff in der Gemeinderatssitzung am 29.09.2016 und eine Pressemitteilung wäre der richtige Weg gewesen und hätte die entstandene Verwirrung in der Bürgerschaft verhindern können. Wieder einmal konnten wir wichtige Informationen lediglich aus der Presse entnehmen, welche BM Neff erst auf deren Nachfrage ausschließlich an sie herausgab. In vorhergehenden Gemeinderatssitzungen wurden selbige Informationen leider zum wiederholten Mal  nicht erteilt. Es stellt sich die Frage: Ist diese Verwirrungsstiftung in der Gemeinde bewusst provoziert worden, um vor dem anstehenden Bürgerentscheid die Bürgerschaft gehörig zu verunsichern und so von der Wahl abzuhalten?

Wie in der Bürgerinformation Nr. 6 bereits erwartet, versucht BM Neff die Gemeinde mit massiven Regresszahlungen und der Schwarzmalerei, dass auf absehbare Zeit in der Gemeinde finanziell nichts mehr geht, zu verunsichern. Sein Ziel ist hierbei ganz klar und durchschaubar: Einige Bürger der Gemeinde sollten wohl angesichts dieser Drohkulisse dazu bewogen werden, sich doch noch für die 6-8 Windkraftanlagen im „Großen Wald“ zu entscheiden?!

Dabei kann die Höhe der Regresszahlung erst nach der Kündigung des Pachtvertrags und nach Abschluss der Ausstiegsverhandlungen seriös beziffert werden! BM Neff hingegen schwächt die Verhandlungsposition der Gemeinde, indem er der Firma Fortwengel vorschnell eine Million Euro auf dem silbernen Tablett serviert und so Fortwengel in die Hand spielt. Die Gutachten liegen, wie von BM Neff selbst mitgeteilt, der Gemeinde nicht vor und somit auch nicht deren bisher hierfür aufgelaufenen Kosten.

Der, auf massiven Druck der Bürgerinitiative und anderer engagierter Bürger, jetzt endlich offengelegte, geheime und wie ein Augapfel gehütete Pachtvertrag, wurde nach Einsichtnahme durch die BI analysiert.

Analyse:
Die Frage muss erlaubt sein: Wer hat diesen Pachtvertrag eigentlich ausgearbeitet? Fortwengel oder BM Neff? Dieser Pachtvertrag ist wirklich kein Meisterwerk! Die Vertragsgestaltung ist leider noch viel schlechter als erwartet! Jetzt wird klar, weshalb man diesen Pachtvertrag lieber geheim gehalten hätte! Er begünstigt die Firma Fortwengel und benachteiligt die Gemeinde Hüffenhardt erheblich!

Der Pachtvertrag sieht für die Gemeinde Hüffenhardt insgesamt nur 4 Kündigungsmöglichkeiten vor, von denen lediglich diese zwei Folgenden gangbar sind:

1.
Die Gemeinde Hüffenhardt kann nach dem 30.06.2016 den Pachtvertrag kündigen, wenn bis dahin noch keine Pachtzahlungen geleistet wurden. Aus der Presse war zu erfahren, dass die Kündigung erfolgt ist. Die Firma Fortwengel kann durch eine Zahlung in Höhe von 20 % eines jährlichen Nutzungsentgeltes innerhalb von 8 Wochen nach Zugang der Kündigung die Kündigung abwenden.

Nach Informationen aus der Presse wendet Fortwengel diese Möglichkeit an und nimmt die Sonderzahlung an die Gemeinde in Kauf, um die Kündigung erst einmal zu verhindern. Aufgrund dieser Aussage durch die Firma Fortwengel muss davon ausgegangen werden, dass diese Zahlung inzwischen geflossen ist und die erste Kündigungsmöglichkeit nicht rechtskräftig zustande kam, der Pachtvertrag also weiter besteht. Vielleicht erfahren wir dies ja demnächst auf Nachfrage durch die Presse!

2.
Eine weitere Kündigungsmöglichkeit besteht, wenn die Gemeinde zu einer negativen Einschätzung hinsichtlich der politischen Umsetzbarkeit kommt. Das wäre dann der Fall, wenn am 30.10.2016 viele Bürger die Frage„Sind Sie gegen die Einleitung einer punktuellen Änderung des Flächennutzungsplans im Gebiet "Großer Wald", welche die Errichtung von Windkraftanlagen dort ermöglichen soll?" mit „JA“ beantworten würden! Dann käme die Zusage der Gemeinderäte zum Tragen, dass der Bürgerentscheid als Stimmungsbild zur Windkraft gewertet wird, was nur die Kündigung des Pachtvertrags zur Folge haben kann. Für diesen Fall der Kündigung sieht der Pachtvertrag zum Einen die Erstattung der bisher entstandenen Kosten und Aufwendungen, die im Zuge der Entwicklung der Windenergieanlagen durch Fortwengel entstanden sind, vor und zum Anderen einen einmaligen Betrag in Höhe von 500.000 €, der Gewinnausfälle ausgleichen soll. Die Kündigung ist nur bis zur Erteilung der Genehmigung nach BImSchG möglich.

Die Tatsache, dass die Firma Fortwengel hier nicht einmal einen Gewinnausfall nachweisen muss, macht diesen Vertrag zu einem Pachtvertrag mit garantierter Gewinnausschüttung! Ein Gewinnausfall fällt normalerweise unter das unternehmerische Risiko, das in unserem Fall der Firma Fortwengel gänzlich abgenommen wurde. Hier wäre noch genauer zu überprüfen, ob nicht Regressansprüche an die bei der Vertragsgestaltung Beteiligten gegeben sind!
Zum Vergleich nochmals die Formulierung aus dem Pachtvertragsmuster von ForstBW aus der Bürgerinformation Nr. 3: „Im Falle der Kündigung oder sonstiger Beendigung des Vertrages besteht kein Anspruch auf Rückerstattung der fällig gewordenen Entgelte, Entschädigungen oder sonstigen Zahlungsverpflichtungen aus diesem Vertragsverhältnis“.

An anderen Windkraftanlagen werden Pachtzahlungen erzielt, die ein Mehrfaches der bei uns zu erwartenden Pachtzahlung in Höhe von 23.000 € betragen. Es ist davon auszugehen, dass das Ergebnis der  Wirtschaftlichkeitsberechnung im „Großen Wald“ dermaßen schlecht war, dass eine höhere Pachtzahlung nicht zu erzielen war oder aber es wurde sehr schlecht verhandelt und so unser „Großer Wald“ von BM Neff zum Billigstpreistarif verschleudert!

Zusammenfassung:
Der Bau der möglichen 6-8 Windkraftanlagen im „Großen Wald“ lässt sich zuverlässig nur durch den am 30.10.2016 stattfindenden Bürgerentscheid abwenden! Hierbei ist eine hohe Wahlbeteiligung mit vielen JA-Stimmen notwendig. Im Nachgang muss der Gemeinderat zu seinem Wort stehen und den Pachtvertrag kündigen. Danach erst erfolgen die Verhandlungen mit der Firma Fortwengel zur Höhe der Abwendungszahlung. Eine Abwendungszahlung würde bei der aktuellen Niedrigzinsphase langfristig finanziert. Die Gemeinde verfügt über Rücklagen. Die jährliche Belastung der Gemeinde durch die Abwendungszahlung fiele gering aus. Geplante und neue Projekte, als auch die Vereinsunterstützung wären auch weiterhin gesichert und finanzierbar!

 

Für den 30.10.2016 gilt: Stimmen Sie mit „JA“ wenn Sie dagegen sind!

Machen Sie bei Bedarf von der Möglichkeit der Briefwahl Gebrauch!

 

Der BI-Vorstand:       Armin Hagendorn, Bernd Siegmann, Petra Vornhagen, Thorsten Ruf, Horst Kühner, Lothar Sigmann, Tatjana Frey Hüffenhardt/Kälbertshausen

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Bürgerinitiative „Pro Lebensraum Großer Wald“ e. V.

Bürgerinformation Nr. 8 "Höhen-Wahn!"

 

Höhen-Wahn in Hüffenhardt! WKA sollen auf 230 Meter wachsen! Dieser Wahnsinn muss beendet werden!

Kennen Sie das Gefühl? Sie sind in einer Situation und denken, schlimmer kann es jetzt nicht mehr kommen! Doch das Leben hält noch eine böse Überraschung für Sie bereit.

 Auf dem Infomarkt des Forums Energiedialog am 14.10.2016 haben wir diese Überraschung erlebt! Es war zu erfahren: Wenn der Wind unten fehlt, muss die Anlage nach oben wachsen! Aus den bisher geplanten 212 Meter Giganten sollen 230 Meter Riesenräder werden. Es wird eben mal so ein sechsstöckiges Hochhaus obendrauf gesetzt! Angesichts der Nachtbeleuchtung der Windkraftanlagen kann man jetzt zu Recht von einem weithin sichtbaren Leuchtturmprojekt sprechen.

Es stellt sich die deutliche Frage: Wann ist mit diesem Irrsinn endlich Schluss?

Der neu geplante Windkraftanlagentyp der Firma Enercon existiert derzeit nur als Prototyp. Mit einer Nabenhöhe von 159 Metern und dem weltweit größten Rotordurchmesser von 141 Metern könnten demnächst die höchsten Windräder Deutschlands in unserem "Großen Wald" stehen. Die Rotoren einer Windkraftanlage würden die riesige Fläche von über 1,5 ha durchstreichen, das sind mehr als zwei Fußballfelder!

Wie kann es sein, dass in der Phase des Bürgerentscheids die Windparkdetailplanung von der Firma Fortwengel weitergeführt und von der Gemeindeverwaltung unterstützt wird? Die hier anfallenden Planungskosten dürfen auf keinen Fall unserer Gemeinde angelastet werden!

Erfolgte die Umplanung eigentlich ohne Mitwissen der Gemeindevertreter? Hat man hier bewusst wieder einmal keinen DIALOG gesucht? Hat unser BM Neff erneut einen Alleingang unternommen und weitreichende, kostenproduzierende Entscheidungen heimlich im Hinterzimmer beschlossen oder mitgetragen?

Es wird Zeit, dass dieser Höhen-Wahn in Hüffenhardt beendet wird!!!Um den Bau der Windkraftanlagen sicher zu verhindern, ist nach dem erfolgreichen Bürgerentscheid die umgehende Kündigung des Pachtvertrags notwendig, denn mit der Erteilung der Baugenehmigung schließt sich das kurze Zeitfenster, in dem der Pachtvertrag durch die Gemeinde noch gekündigt werden kann!

Was können Sie tun?

  1. Gehen Sie am 30.10.2016 zur Wahl oder machen Sie von der Möglichkeit der Briefwahl Gebrauch!
  2. Stimmen Sie mit "JA"!

 

Der BI-Vorstand:       Armin Hagendorn, Bernd Siegmann, Petra Vornhagen, Thorsten Ruf, Horst Kühner, Lothar Sigmann, Tatjana Frey Hüffenhardt/Kälbertshausen

 

2. Stellungnahme Bernolph Frhr. v. Gemmingen Guttenberg

 

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Bürgerinitiative „Pro Lebensraum Großer Wald“ e. V.

Bürgerinformation Nr. 9 "Hochhausen"

 

Information der Gemeinde Hochhausen zum Bürgerentscheid am 30.10.2016 in den Gemeinden Hüffenhardt und Kälbertshausen

Liebe Bürgerinnen und Bürger von Hochhausen,

die Bürgerinitiative „Pro Lebensraum Großer Wald“ e.V. möchte den von den Windkraftplänen Hüffenhardts betroffenen Bürgern eine Stimme geben und den Bau der 6-8, 230 Meter hohen Windkraftanlagen im "Großen Wald" verhindern.

Sie dürfen bei dem anstehenden Bürgerentscheid am 30.10.2016 leider nicht Ihre Stimme abgeben. Dies dürfen nur die Bürger der Gemeinden Hüffenhardt und Kälbertshausen, da die Windkraftplanungen ausschließlich auf Hüffenhardter Gemarkung erfolgen.

Wir haben Sie aber in den zurückliegenden Wochen als direkt betroffene Anwohner des „Großen Waldes“ genauso informiert wie die Gemeinden Hüffenhardt und Kälbertshausen. Dies war uns und insbesondere den aus Hochhausen stammenden Mitgliedern der Bürgerinitiative ein Anliegen.

 

Was können Sie tun?

  1. Wenn Sie mit Bürgern aus Hüffenhardt oder Kälbertshausen in Kontakt stehen, können Sie diese bitten zur Wahl zu gehen und mit „JA“ zu stimmen.

  2. Drücken Sie uns für den nächsten Sonntag die Daumen!

Der BI-Vorstand:       Armin Hagendorn, Bernd Siegmann, Petra Vornhagen, Thorsten Ruf, Horst Kühner, Lothar Sigmann, Tatjana Frey Hüffenhardt/Kälbertshausen

 

 

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