Eindrücke

Programmbeschwerde der BI "Windkraft-freies-Grobbachtal" zur ZDF Sendung "Zwischen Wunsch und Wirklichkeit"

Am 03.08.2017 hat das ZDF die unten angeführte Dokumentation ausgestrahlt. Wir von der BI "Pro Lebensraum Großer Wald" e. V. möchten Ihnen die berechtigte Beschwerde der BI "Windkraf-freies-Grobbachtal", welche als offener Brief an den ZDF Fernsehrat und den Programmbeirat versendet wurde, nicht vorenthalten.

<<Link zur Programmbeschwerde>>

 

 


Zwischen Wunsch und Wirklichkeit

ZDF Dokumentation vom 03.08.2017 https://www.zdf.de/dokumentation/dokumentation-sonstige/videos/zwischen-wunsch-und-wirklichkeit-100.html

Erneuerbare Energie ist eines der besten Mittel gegen die Klimaerwärmung. Dazu müsste unser Energiesystem konsequent umgebaut werden. Und das ist eine gigantische Herausforderung. <<Link zur Sendung auf YouTube>>

 

Exclusiv im Ersten: Der Kampf um die Windräder

 

--> Link zum Video <--

 

Die Windkraft ist eines der emotionalsten Streitthemen unserer Zeit: politisch forciert, finanziell hochsubventioniert, getragen von weitreichenden ökonomischen und ökologischen Erwartungen – und zugleich mit großen Ängsten besetzt. Für die einen bedeutet Windkraft saubere Energie, die Atomkraft und Kohle ersetzen und unser Klima retten soll, für die anderen steht sie für die rücksichtslose Zerstörung von Naturlandschaften und für Profite Einzelner auf Kosten der Allgemeinheit. 

 

Widerstand bei Bürgern

Fast 26.000 Windräder stehen schon in Deutschland. Während immer mehr Windkraftanlagen gebaut werden und die Branche boomt, explodieren die Kosten für die Bürger: Rund acht Milliarden Euro an Subventionen müssen sie dieses Jahr über die EEG-Umlage allein für die Windkraft zahlen. Dabei macht der Strom aus Windkraft immer noch einen nur geringen Bruchteil im Energiemix Deutschlands aus.

 

Auch deshalb beginnt bei den Bürgern, die Stimmung zu kippen. Zunehmend formiert sich Widerstand gegen den vermeintlichen Hauruck-Ausbau. Anwohner klagen über die Zerstörung der Landschaft, über Gefahren für die Tierwelt, über Licht- und Lärmbelästigung. Trotzdem wird weiter ausgebaut, teilweise bis dicht an die Wohnbebauung oder sogar mitten in Naturparks. Denn nicht nur die Windkraftindustrie, auch andere wollen von den Subventionen profitieren. "Report Mainz"-Recherchen zeigen, dass Lokalpolitiker Flächen für Windräder ausweisen, um sich eine goldene Nase zu verdienen. 

 

Ringen um EEG-Novelle

Politisch ist die Windkraft hart umkämpft. Im Juli hat der Bundestag das "Erneuerbare-Energien-Gesetz" (EEG) reformiert. Damit sollen der weitere Ausbau gebremst und die Kosten für die Stromkunden gesenkt werden. Exklusive Recherchen des ARD-Politikmagazins zeigen, wie die mächtige Windkraftlobby bis zuletzt versucht hat, Einfluss auf das Gesetz zu nehmen, um die Subventionen auch weiterhin zu erhalten. Und sogar Umweltschützer stehen dabei eng an der Seite der Windkraftindustrie.

 

Der Film untersucht die Frontlinien des "Kampfs um die Windräder" und wirft ein Schlaglicht auf die Auswüchse der Boombranche. Die Autoren gehen der Frage nach, was beim Ausbau der Windkraft schief läuft und zeigen, wie falsche Anreize und fehlgeleitete Subventionen die Akzeptanz der Energiewende aufs Spiel setzen.

 

Ein Film von Claudia Butter und Achim Reinhardt

 

 

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Eckdaten zum Fundament:

Für ein mehr als 22m im Durchmesser großes Fundament werden über 100 Tonnen Baustahl benötigt!

Dieses trägt später ein Windkraftrad mit einer Nabenhöhe von rund 136m und mit einem Rotordurchmesser von 115m! 

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Quelle: BI PLGW e.V.

 
 

NDR1 Unser Thema


Die unterschätzte Gefahr: Krank durch Windenergie?

Radiosendung vom Donnerstag, 20. Oktober 2016, 19:00 bis 20:00 Uhr 
 
(NDR1 Mediathek)
 
Strom aus Windenergie ist umweltpolitisch erwünscht: Als grundlegender Beitrag zur Energiewende. Bis zu 45 Prozent am gesamten Stromverbrauch sollen in Deutschland bis zum Jahr 2025 aus regenerativen Energien kommen. Und die Windkraft ist dabei eine der tragenden Säulen. Allein in Niedersachsen stehen derzeit rund 5.700 Windenenergieanlagen, so viel wie in keinem anderen Bundesland. Strom aus Windenergie ist zudem ein bedeutender Wirtschaftsfaktor. Tausende Arbeitsplätze sind in der Branche in den  vergangenen Jahren entstanden. Die Regierungschefs der norddeutschen Länder haben deshalb wiederholt den weiteren Ausbau der Windenergie gefordert, gemeinsam mit dem Bundesverband Windenergie, dem Arbeitgeberverband Nordmetall und der IG Metall Küste.
 
Im Schatten der Windräder
Was aber ist mit den Menschen, die im Schatten der gigantischen Rotorblätter leben müssen. Sie spüren die Folgen des Windkraftbooms am eigenen Leib. Lärm, Schattenwurf und Infraschall beeinträchtigen inzwischen an vielen Orten das Leben von Anwohnern schwerwiegend, bestätigen Ärzte in Niedersachsen. Und Menschen können sogar krank werden, sagen sie. Anwohner finden keinen Schlaf mehr, leiden an einem permanenten Unwohlsein, können sich nicht mehr konzentrieren, beklagen Kopfschmerzen, Tinnitus oder Herzrasen. Bisher werden diese Klagen kaum ernst genommen. In ihrem Bemühen, Gehör zu finden, kämpfen Anwohner sprichwörtlich gegen "Windmühlen". 
Denn ein Zusammenhang mit den Emissionen von Windenergieanlagen wird von Seiten der Betreiber und der genehmigenden Behörden bestritten. Beweise, zum Beispiel für eine Gesundheitsgefährdung durch Infraschall, gebe es nicht. Krank mache allenfalls die Abneigung vor den Riesenturbinen, heißt es. Vom "Nocebo-Effekt" ist die Rede (krank durch Einbildung).
Doch das Leiden vieler Anwohner von Windparks spricht eine andere Sprache. Betroffene fordern Nachbesserungen bei den Schutzbestimmungen und ein Ausbaumoratorium, bis die Auswirkungen von Windkraft-Emissionen auf die Gesundheit ausreichend erforscht sind.
Mehr zu diesem Thema hören Sie in der Sendung.